750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Bilder sagen mehr als Tausend Worte. Schritt für Schritt Anleitungen für bestimmte Arbeiten an unseren Motrrädern
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Rossi
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750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #1 von Rossi » Sonntag 3. Mai 2015, 21:40

Hallo Zephyrfreunde

Aus aktuellem Anlass berichte ich hier mal über meine Arbeiten beim Ventilspiel einstellen und packe dieses in eine kleinen Fotostory. Vielleicht wird es so für den ein oder anderen etwas anschaulicher.

Wegen definitiv überschrittener Haltbarkeit meines verbauten Motors, kaufte ich einen Ersatzmotor mit 46tkm aus einer verunfallten Zephyr.
Vor dem Einbau nun wird von mir das Ventilspiel überprüft und neu eingemessen. Ich habe so natürlich den Vorteil, das der Motor auf der Werkbank steht und man so bequem hantieren kann.

Es geht los.

Da liegt das frisch erworbene Austauschaggregat:
[ img ]


Als erstes entfernen wir natürlich die Schrauben des Ventildeckels. Und schon war das erste Problem da, zwei Schrauben sind da direkt mal abgerissen. Also wieder Mehrarbeit, wenn der Motor verbaut wäre, so wäre ein Ausbau nun fast nicht zu vermeiden.

[ img ]

Als nächstes ermittelt man nun das vorhandene Ventilspiel und notiert dieses Ventil für Ventil. Zum Vermessen eignen sich da Fühlerlehren welche alle Größen in 1/100 Schritten abdecken. Meine deckt von 0,02 bis 0,10 alle 100stel Schritte ab und ab 0,10 kann man dann kombinieren wie 0,09+0,02 für 0,11 usw. So kann man nun recht genau das Spiel ermitteln.

Man muß vor dem Messen den Motor auf OT stellen, also den oberen Totpunkt des Kolben 1. Dazu schraubt man den Zündungsdeckel rechts ab. Hier gibt es nun eine Markierung die mit "T" bezeichnet ist und am Gehäuse eine Kerbe worauf diese nun fluchten muß. Den Motor nur mittels 17mm Nuß drehen und nicht an der 8er Schraube, welche mittig auf der Großen sitzt. Die Kleine mit 13er Schlüsselweite könnte abreißen.
Da die Kette zwischen den Nockenwellenräder über den Ventildeckel nach unten gedrückt wird und dieser nun demontiert ist, spannt der Kettenspanner natürlich nach. Entweder montiert ihr vor dem Drehen den Deckel oder macht das so wie ich, das nachher der Kettenspanner entspannt und neu gespannt wird.

Da die Nockenwelle mit halber Geschwindigkeit zur Kurbelwelle läuft, gibt es quasi zwei OT Stellungen. Hat man den Motor auf Stellung "T" gedreht, so muß man nun schauen welche Zylinder gerade im Zündungstakt ist. Die Kolben von Zylinder 1 und 4 laufen ja immer gleich und bei welchem nun beide Ventile komplett geschlossen sind ist der Zylinder, der auf Zündung steht.
Nehmen wir an Zylinder 1 steht auf Zündung, beide Ventile zu, dann kann man folgende Ventile überprüfen:
EL 1 und AL 1
AL 2
EL 3

Folglich ergibt sich nachdem man die Kurbelwelle eine Umdrehung weiter gedreht hat, also von "T" bis "T", das nun Zylinder 4 auf Zündung steht.
EL 4 und AL 4
EL 2
AL 3

Ich hoffe das war soweit verständlich.

[ img ]

Jetzt ermitteln wir die verbaute Shimsgröße. Als erstes entweder den ganzen Steuerkettenspanner demontieren oder nur die seitlich große Schraube samt Arretirbolzen demontieren. Dann lösen wir die Lagerdeckel der Nockenwelle. Ich habe da mit der Einlaßnockenwelle angefangen. Immer nur die Schrauben nach und nach lösen immer abwechselnd alle Böcke durch, damit sich die Nockenwelle nicht im Lagerbock verkanntet, da die Ventilfedern diese nach oben drücken. Verklemmt dennoch ein Lagerbock, so muß man da vorsichtig seitlich gegen schlagen, am besten mit einem Kunststoffhammer oder einem Hammerstiel. Dann kann man die Nockenwelle zur mitte legen.

[ img ]

Nun können die großen Stößel entnommen werden. Dazu verwendet man am besten einen Magnetstift oder ähnliches.
Die Shims sind bei mir samt Stößel mit rausgekommen und klebten von unten mittig im Stößel. Die Teile so ablegen, das man sie immer eindeutig ihrer Einbauposition zuordnen kann, ansonsten ist die Bestimmung neuer Shimsgrößen nicht mehr möglich.


[ img ]

Die ganzen ermittelten Daten habe ich dann in einer Tabelle eingetragen um nicht den Überblick zu verlieren.
Das Ziel ist es, das Ventilspiel so nah wie möglich an 18/100 zu bekommen.
Die Shims gibt es in 5/100 Abstufungen
Beispiel erste Zeile EL 1,
Ermittelt wurden 10 (also 10/100), verbauter Shims 260 (260/100), nächst kleinere Größe wäre 255, somit hätten wir dann das Spiel auf 15 (15/100) vergrößert. Noch eine Shimsgröße weniger wäre bereits 20/100, also zuviel Ventilspiel, somit sind die 15/100 das zu erreichende Optimum für dieses Ventil.

[ img ]

Somit ergibt sich für meinen Motor, das ich sieben neue Shims kaufen muß.
Weiter bin ich nun noch nicht deshalb

....to be continued!! :mrgreen:

Schraubersgruß Rossi

Da ich auch nur Hobbyschrauber und Mensch bin, sagt mir bitte Bescheid wenn hier Fehler oder Bullshit von mir geschrieben wurde.

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Subway
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #2 von Subway » Sonntag 3. Mai 2015, 23:32

Sehr cool und verständlich geschrieben. Klasse. Danke für die Arbeit. :P
Grüsse vom Mikey

Was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen und wiegt nichts!!!

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #3 von Rossi » Freitag 15. Mai 2015, 00:35

Hi

Die Shims sind mittlerweile eingetroffen und so habe ich da heute in der Garage die Arbeit vollendet.

Nachdem ich die neuen Shims aufgelegt habe konnten die Nockenwelle montiert werden. Dieses bitte schön behutsam und ohne Gewalt machen. Die Lagerschalen gehen recht leicht wieder drauf, wenn nicht, dann ist da was verkanntet oder die Nockenwelle hat axial nicht die exakte Einbaulage. Die Böcke 2 und 3 bzw. auch 6 und 7 führen die Nockenwelle seitlich. Man muß darauf achten das diese Lagerböcke auch wirklich passen und nicht auf der Führungswulst aufliegen. Die Böcke werden mit 12 Nm angezogen.

Dann kam der große Moment, also die erneute Kontrolle des Spiels. Siehe da, Theorie und Praxis liegen minimal auseinander. Das tatsächliche Spiel war in den meisten Fällen nun um 1/100 größer, außer bei einem Auslaß war es 2/100 kleiner und beträgt nun nur 12/100. Das ist immer noch genug, aber hier hätte man eine Shimgröße kleiner wählen können.
Um nicht noch weitere Zeit zu verlieren, lasse ich das jetzt so. Es dürfte dadurch kein Nachteil entstehen.

Dann alles schön sauber machen, also die Dichtflächen, und vor dem montieren des Ventildeckels unbedingt nochmal die Steuerzeiten prüfen.
Vorher den Steuerkettenspanner wieder montieren und mit 10 Nm anziehen. Die große Schraube des Sperrbolzen bekommt 26 Nm, darf aber erst nach der Montage des Ventildeckels angebaut werden, weil der Deckel die Kette runterdrückt und somit etwas spannt .
Nun unten auf T stellen und dann müssen an den Nockenwellenräder die beiden Striche mit dem roten Farbklecks zueineander und zur Gehäusekante fluchten. Sollten diese nach innen stehen also 180° versetzt, dann die Kurbelwelle nochmals eine Umdrehung weiterdrehen. Jetzt muß es so aussehen wie auf dem Foto, wenn nicht, dann ist die Kette bei der ganzen Aktion übergesprungen.

Das muß dann unbedingt korrigiert werden!

Dann viel Spaß beim Schrauben.....

[ img ]

[ img ]

[ img ]

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #4 von Subway » Freitag 15. Mai 2015, 08:07

Top. Nochmals, ein super Bericht. Vielen dank. :-)
Grüsse vom Mikey

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #5 von Hans-Dieter » Freitag 15. Mai 2015, 09:55

Das Forum lebt von solchen Beiträgen! Danke dafür :P
Viele Grüße
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Bernd-Hamburg
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #6 von Bernd-Hamburg » Freitag 15. Mai 2015, 10:15

Sehr schöner Bericht und eine tolle Foto-Dokumentation !

Der Hinweis mit dem vorsichtigen Lösen der Lagerblöcke ist berechtigt, einem Freund ist mal eine Nockenwelle seiner Z650 beim Lösen gebrochen. So schnell konnte er gar nicht gucken wie's passiert ist.

Als Tipp zur Ergänzung deiner Anleitung:
- Kerzen herausnehmen, dann lässt sich der Motor leichter drehen ;) (war ja hier der Fall)
- die Steuerkette einfach mit Strapsen (Kabelbinder) an den Nockenwellenrädern fixieren, die Löcher bieten sich dazu an. Somit springt da nichts über. Kontrolle vorher/nachher bietet sich aber immer an.

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #7 von Rossi » Freitag 15. Mai 2015, 12:13

Gerne doch, :D
Ich muß zugeben ich teile da gerne mein Wissen, gesammelte Erfahrungen und verpacke das in Fotostorys.
Somit kommen da demnächst noch weitere dazu:
- Demontage Ölwanne und Kontrolle Ölsieb
- kompletter Motowechsel
- Vergaserüberholung, wobei ich da an dem vorhandenen Bericht anknüpfen werden, wie es mir dabei ergangen ist.

Gruß Rossi

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #8 von jogri8 » Freitag 15. Mai 2015, 12:43

Klasse Rossi!!!!

:P :P :P

Und Danke!!!
aus dem Lieblichen Taubertal!!!!!

phattomatic

Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #9 von phattomatic » Dienstag 30. Juni 2015, 08:28

Moin,
darf ich aus aktuellem Anlass mal fragen, wie genau sich die Steuerzeiten kontrollieren lassen, bzw. wie sicher man Fehler ausschließen kann.
Ich mache die Ventileinstellung Prozedur das erste Mal. Nicht nur bei der Zephyr, sondern generell das erste Mal. Ich habe an 4 Ventilen "Nachstellbedarf"
ermittelt, da das Spiel zu klein war (es passte nicht mal die 0.04 Lehre durch. Also habe ich gem. der 1A Anleitung von Rossi die 1. Nockenwelle zur Mitte hin gelegt um an die Shims zu kommen. Das ist alles soweit vollkommen o.k. und ich habe neue Shims bestellt.

Was ich nicht gemacht habe ist die Steuerkette, wie hier an anderer Stelle vorgeschlagen, mit Kabelbindern an den Wellen zu sichern. Ich habe die Wellen vorsichtig in die Mitte gelegt und bin mir ziemlich sicher "das da nichts übergesprungen" sein kann. Dennoch frage ich mich/Euch, wie genau lassen sich die Steuerzeiten anhand der Markierungen ablesen ? Ich frage, weil ich gern abschließend sicher sein möchte dass alles stimmt bevor ich den Deckel wieder draufsetze. Wenn ich die Markierungen anpeile bevor ich die Wellen über die Lagerschalen angezogen habe stimmen diese (noch) nicht mit der "Peil Kante" überein, da die Ventilfedern die Wellen noch nach oben drücken. Eigentlich kann ich die Markierungen erst dann verwenden, sobald beide Wellen wieder mit 12Nm angezogen sind.

Und wenn dann der Fall eingetreten sein sollte, dass eine Welle einen Zahn weiter gesprungen ist, wie genau lässt sich dass über die Markierungen ablesen ?
Also wenn man nicht genau gerade peilt, ein Auge zukneift, dann das Andere Auge nimmt...usw....Ihr wisst was ich meine....

Ist die Markierung deutlich anders wenn irgendwo nur ein Zahn, einer Welle nicht stimmt ?
Kann man das sehen, deutlich genug, damit auch ein Laie wie ich die Steuerzeiten nachher wirklich 100% nochmal sicher kontrollieren kann ?

Wäre zumindest beruhigend zu wissen..... :roll: ....

Danke & Gruß
Tom

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Troubadix
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #10 von Troubadix » Dienstag 30. Juni 2015, 10:07

phattomatic hat geschrieben:
Und wenn dann der Fall eingetreten sein sollte, dass eine Welle einen Zahn weiter gesprungen ist, wie genau lässt sich dass über die Markierungen ablesen ?
Also wenn man nicht genau gerade peilt, ein Auge zukneift, dann das Andere Auge nimmt...usw....Ihr wisst was ich meine....

Ist die Markierung deutlich anders wenn irgendwo nur ein Zahn, einer Welle nicht stimmt ?
Kann man das sehen, deutlich genug, damit auch ein Laie wie ich die Steuerzeiten nachher wirklich 100% nochmal sicher kontrollieren kann ?

Wäre zumindest beruhigend zu wissen..... :roll: ....


Zusätzlich wird normal die Zähnezahl gezählt, die Zahl hab ich aber grad nicht im Kopf.

Die Kabelbinder Technik ist wohl immer noch das beste wenn nur das Ventilspiel gemacht wird, blöd ist halt das man nicht wie beim Auto Zahnriemen es auch an der KW fixieren kann.

Zum Thema ob die Stellung Deutlich anders ist, schau dir mal an wie grob die verzahnung der Nockenwelle ist, der Unterschied ist schon erheblich, aber trotz allem es gibt immer wieder Fälle wo beim auflegen Fehler gemacht werden.

Man kann die Originalstellung sich aber auch mit einem Farbtupfer Markieren, man muss halt auch aufpassen das man nicht an der Kurbelwelle überhupft...



Johannes
"Ever Tried? Ever failed? No matter. Try again. Fail again. Fail better"

(Samuel Beckett)

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #11 von W650 » Dienstag 30. Juni 2015, 13:39

Das die Stößelbecher die Lagerböcke und die Nocken vor dem zusammen setzen gut eingeöl werden hab ich jetzt nicht gelesen.
Ist aber wohl selbsverständlich, daher nicht erwähnt.
Gruß Martin
ZR550 Wartungsbeauftragter:)

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Reiner
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #12 von Reiner » Dienstag 30. Juni 2015, 14:40

phattomatic hat geschrieben:darf ich aus aktuellem Anlass mal fragen, wie genau sich die Steuerzeiten kontrollieren lassen, bzw. wie sicher man Fehler ausschließen kann.

Hallo Tom,

Eigentlich solltest Du inzwischen ja ein WHB haben, oder? :wink:

Dort kannst Du unter 3-10 nachlesen worauf es ankommt. Es sind 3 Dinge: die Kurbelwelle muss auf OT 1/4 stehen, die IN- und EX-Markierung der Nockenwellen müssen auf die Oberkante des Zylinderkopfes (Oberkante) zeigen und die Anzahl der Kettenglieder zwischen der IN- und EX-Markierung muss auch stimmen. - Wenn die 3 Punkte stimmen, dann stimmen zwangsläufig auch die Steuerzeiten.

Gruß
Reiner

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #13 von Hans-Dieter » Dienstag 30. Juni 2015, 15:37

23 kettenglieder oder 46 einzelne Bolzen
Viele Grüße
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phattomatic

Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #14 von phattomatic » Mittwoch 1. Juli 2015, 08:37

Moin,
Eigentlich solltest Du inzwischen ja ein WHB haben, oder?

Jupp - Danke freundlicher Unterstützung {[]}

die IN- und EX-Markierung der Nockenwellen müssen auf die Oberkante des Zylinderkopfes (Oberkante) zeigen

Das habe ich dem WHB und der Anleitung von Rossi auch so entnommen.
Die Frage ist eben, wie genau diese Markierungen mit der Oberkante übereinstimmen müssen, bzw. ob man es auf den
ersten Blick auch sehen würde wenn etwas nicht stimmt. Unten die 17er nur einen mm weiter als die OT Marke gedreht und die Markierungen der
Wellen ändern sich oben mehr als einen mm. Ich kriege es mit "zugekniffenen" Augen nicht so hin, dass ich alle "Striche" also unten OT und oben die Wellen IN + EX - tausendprozentig mit allen Motorkanten "überschneiden" - dass mag aber schon auch am Blickwinkel liegen. Zwischen den Wellen und der Kante liegen ja ein
paar Centimeter.....hätte Kawa ruhug ne Wasserwaage an die Wellen packen können....sofern der Untergrund in Waage ist.... :roll: :mrgreen:

23 kettenglieder oder 46 einzelne Bolzen


Super - Das kann ich dann zweifelsfrei feststellen.... {[]}

Gruß
Tom

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #15 von cosmix » Freitag 5. Mai 2017, 11:52

Hallo
Ich habe eine frage die die steuerzeiteneinstelung betrift.Habe die ventile eingestelt,dabei mich auf die einleitung gehalten...so weit so gut.Bei zusammenbau von nockenwellen habe ich aber festgestelt das ich die markierungen auf nockenwellen nicht mit dem zilinderkopf flüchten wen ich die kette nach einleitung einlege d.h. die markierung von einlass zwischen 45-46 bolzen.
Wo konnte das problem liegen?
Danke für antwort

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Mr Nick
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #16 von Mr Nick » Dienstag 30. Mai 2017, 15:20

Hey,

Ich wollte den Fred hier nochmal hervorheben. Werde mich nachher mit dieser Anleitung an meine Ventile trauen. Drückt mir die Daumen, ich werde mit Fotos berichten.

Gruß

Nick

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #17 von Bernd-Hamburg » Dienstag 30. Mai 2017, 18:10

Hab da mal ne Verständnisfrage.

Wenn das Ventilspiel 9/100 ist, warum nimmt Rossi dann einen Shim der 5/100 dünner ist und nicht einen mit 10/100 ?
Rechnerisch ist 19/100 näher an dem Ideal 18/100 als 14/100.

Auch würde ich ein 20/100 Spiel nach dem Einsetzen eher akzeptieren als ein 14/100.
Wenn 18/100 das Maß aller Dinge ist ....

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Hans-Dieter
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #18 von Hans-Dieter » Dienstag 30. Mai 2017, 19:31

Ganz einfach 18/100 ist die Obergrenze. Bis 19/100 kann man schon mal gehen, dann aber tickern die Ventile gewaltig. Also lieber in kleinen Schritten sich vorarbeiten.
20/100 halte ich bei der 750er für zu groß,.

Eine andere Sache ist die, wenn ich eine Maschine zum Einstellen bekomme, welche noch nie von mir gewartet würde. Löse ich zuerst alle Schrauben der Nockenwellenböcke und ziehe sie mit dem Drehmomentschlüssel und 12 Nm wieder an
Erst dann messe ich das Ventilspiel und bestimme den/ die Shims.
Warum? Viele Mechaniker verlassen sich auf ihren Drehmomentschlüssel im Arm und ziehen die Schrauben oft zu fest an. Fazit dass das Spiel im 100dertstellen Bereich nicht stimmen kann. So habe ich mir den oft mehrfachen Ausbau der Nockenwellen erspart. Tja und wer hats erfunden....Man muss sich nur unterhalten. Diesmal war es der Duke der mir vor Jahren den Tipp gegeben hat. :P
Viele Grüße
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #19 von Mr Nick » Mittwoch 31. Mai 2017, 00:02

So habe Infos, brauche Rat:

Leider hatte die Werkstatt nur Fühlerlehren im Abstand von 0,05mm. D.h. Ich hatte eine mit 5/100 eine 10/100 und eine 15/100.
Alle Auslassventile ließen die 10/100 durch, aber bei keinem ging die 15/100 durch.
Einlassventile:Es ging nur bei Einlass 3 die 5/100 durch, beim Rest passte selbst die kleinste Lehre nicht!
So nun zu meiner Frage: Hat mir jmd im Raum Stuttgart eine Lehre in 1/100 Abständen? Harry, Reiner?
H.D. würdest du die Auslassventile so lassen oder einen 5/100 kleineren Shim nehmen?

Die Nockenwellen haben wir gar nicht raus, weil ohne richtig gemessenes Spiel bringt mir auch die Shimdicke nichts.

Gruß

Nick

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #20 von kawafreund » Mittwoch 31. Mai 2017, 08:28

Hallo Nick,

meine hat 2/100 Abstufungen und ich würde es Dir gerne leihen, aber es macht wohl keinen Sinn das Teil zweimal von und dann nach Maulbronn zurück zu transportieren. Für die gesparten Sprit bzw. Transportkosten kannste Dir gleich eine kaufen, was ich Dir einfach raten würde. Kosten ja nicht die Welt und man hat endlich eine. Denk vor dem Messen dran jede Lagerbockschraube zu lösen und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anzuziehen. Damit umgehst Du Drehmomentfehler wo evtl. dein Vorgänger gemacht hat.

gruss
thomas

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #21 von Reiner » Mittwoch 31. Mai 2017, 10:55

Moin Nick,

mit Deiner Grobmessung kannst Du m.E. gar nix anfangen. Du brauchst eine Führlerlehre mit der Du 1/100-genau messen kannst. Kostet 10 EUR und da Du sie alle 10.000 km brauchen wirst, lohnt sich diese Investition durchaus. Das sehe ich genau wie Thomas.

z.B. https://www.amazon.de/VOGEL-GERMANY-F%C ... B001PN0K0G

Ich kann Dir meine natürlich trotzdem leihen, wenn Du es willst. - Wenn Du mir aber dann beim nächsten Stammtisch dafür einen ausgibst, haste wieder nix gespart :wink:

Gruß
Reiner

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #22 von Elfenfreund » Mittwoch 31. Mai 2017, 12:22

Hallo,
ich hab' da mal 'ne Frage:
Was wollt Ihr mit Fühlerlehren mit 0,02- oder 0,01-Abständen, wenn Ihr nur Shims in 0,05er Abständen kaufen könnt?
Was bringt die Erkenntnis, daß ein Shim idealerweise 0,02 mm stärker hätte sein können?
Ich habe meine Ventile bei km-Stand 65.000 mit 'ner 0,05er-Schritt-Fühlerlehre eingestellt, jetzt bei 138.000 km ist das Spiel immer noch innerhalb der von Kawasaki genannten Toleranz und das Motörle schnurrt wie eine Nähmaschine (ohne Klapper- und Tickergeräusche).
Gruß
Helmut
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #23 von Mr Nick » Mittwoch 31. Mai 2017, 13:18

Hallo Helmut,

Das ist mir auch schon aufgefallen. Da ich aber bei drei Ventilen, die 0,05 überhaupt nicht reinbekomme, wollte ich schon schaun ob ich kleinere durchbekomme. Kann ja eigentlich nicht sein, dass ich dauerhaft geöffnete Einlassventile habe.
Zur Lehre: Habe mir diese ausgesucht:

Klick mich

Sollte bei EL 3 die 0,04 auch nicht passen, nehme ich einen 0,15 kleineren Shim. Damit kann dann das Spiel rein rechnerisch nicht über 0,18 kommen. Beim Rest, sollte ich es auch 1/100 gemessen bekommen.

Gruß

Nick

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #24 von Rudi » Mittwoch 31. Mai 2017, 13:48

Hallo,

hier könnt Ihr Euch die Lehren einzeln aussuchen und Euer Set selbst zusammenstellen:

http://www.kalibrierservice24.de/Lehren ... l-Konisch/

Gruß
Rudi
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #25 von Z-master » Mittwoch 31. Mai 2017, 17:52

also ich messe auch mit ner 0,01er Skalierung, alles andere ist meiner Meinung nach Bockmist!
Sicher - geht auch mit ner 0,05er ab dann ist es schätzen und du siehst nicht wirklich um wie viel sich das Spiel jeweis verringert!

zum Maß bei der 750er: halte die Ventile zwischen 0,12 und 0,18, ist dann zwar hörbar aber niemals kritisch!

und wenn du unter die 0,08 im kalten Zustand kommst kann es kritisch werden - im Worst Case dehnen sich die MAterialien so weit aus dass tatsächlich ein Ventil minimal offen steht! Dann ist die Wärmeableitung des Ventiltellers gleich Null und das Ventil weggebrannt :shock: :shock:
über den 0,18 bekommt die Nocke nie Kontakt zum Ventilschaft - ergo entsteht Pitting an der Nocke und das Ventil schnappt jedes mal mit Voller Wucht in den Sitz zurück - besser bekannt als Einschlagen der Ventile!

Bin letzten Herbst mit 0,22 rumgefahren wel ein Ölpolster die Messung versaut hatte - vor dem Tausch wie nach dem Tausch....

Grüße
Grüße aus Oberbayern

Für Freie Fahrt im Alpenstaat!!

White Marshmallow Gang

leider muss es wohl sein: Hiermit erkläre ich den Haftungsausschluss für alle von mir verfassten Beiträge!

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #26 von Elfenfreund » Mittwoch 31. Mai 2017, 18:49

Also, ich finde es ganz gut, daß meine Elfe mit 'Bockmist-Arbeiten' jetzt schon fast 140.000 km ohne Probleme fährt.
Manchmal ist eine angemessene Wortwahl vielleicht besser.
Guten Tag
Helmut
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Hans-Dieter
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #27 von Hans-Dieter » Mittwoch 31. Mai 2017, 19:03

Helmut du hast Recht,
Der Elfer ist das Ventilspiel ziemlich egal bzw hält es sehr lange konstant. Kawasaki muss da ein anderes, härteres Material für die Ventilsitze wie an der 750er verbaut haben.

Meine ZRX hat bei LKM auch andere Ventilsitze bekommen. Ich konnte die Aussage, dass Ventile erst nach 40 000 Km zu prüfen sind nicht glauben. Nach 39800 Km waren sie immer noch auf dem Maß wie sie damals eingestellt wurden. Ich habe 2 mal gemessen :lol:

Da ich meine Motorräder selbst warte hat sich die Ausgabe der Ventillehren in 0,001 Schritten sehr schnell amortisiert. 8 x 0,64 Euro sind ja auch überschaubar :mrgreen:
Viele Grüße
Hans-Dieter
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #28 von Z-master » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:25

@ Helmut: ich verstehe dass Du und vllt. auch einige Andere mit meiner Wortwahl manchmal ein Problem haben - aber ich entstamme einfach einer anderen Generation als die meisten hier und leide zudem unter den Auswirkungen des Werkstattjargons ... Ich bin halt nun mal einfach so ;) Fühl dich bitte nicht persönlich " auf den Schlips getreten".
Fakt ist aber für mich: ne 0,05er Fühllehre ist für einen Überblick bei den Ventilen nicht schlecht aber meiner Meinung nach zur genauen Bestimmung des Ventilspiels unbrauchbar - vor allem da die 750er ja wie HD schon schrieb zum Einschlagen neigen ( kennt die 11er zum Glück nicht :P )
Trotzdem lässt sich nicht an der Tatsache rütteln das das Ventilspiel passt wenn die 0,10er und die 0,15er druchgehen - nur ich versuche eben immer Tendentz 0,18 - scheiß Perfektionismus :mrgreen:

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #29 von Nightwolf » Mittwoch 31. Mai 2017, 20:59

Mr Nick hat geschrieben:Zur Lehre: Habe mir diese ausgesucht:

Klick mich


Damit arbeite ich seit ca. 10 Jahren {[]}

Z-master hat geschrieben:nur ich versuche eben immer Tendentz 0,18 - scheiß Perfektionismus :mrgreen:


Manchmal haßt mich meine Frau dafür, aber die Ergebnisse überzeugen dann wieder :mrgreen:

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #30 von Mr Nick » Freitag 2. Juni 2017, 10:29

Hallo Zusammen,

Hier nun mein kleiner Bericht. Ich bin echt gut mit der Anleitung zurecht gekommen, Danke an Rossi.
Nachdem man den Tank, die Zündspulen und die Ventildeckelentlüftung demontiert hat, kann man den Ventildeckel demontieren. Dabei sei gesagt, dass man sich merkt, wo die vier langen und die vier kurzen Schrauben hingehören. Der Rest der Schrauben besitzt die gleiche Länge. Abgesehen von der vier Inbusschrauben ganz Außen. Da diese aber Dichtmasse am Schaft haben, lässt sich gut merken wo die wieder montiert werden.

So der Ventildeckel kann runter genommen werden. Nun Stellt man die Kurbelwelle auf "T". (Ach ja, Zündungsdeckel auf der rechten Seite natürlich demontieren).
Sowohl Zylinder 1, als auch Zylinder 4 haben beide geschlossene Ventile, diese laufen ja auch parallel. Allerdings ist nur einer der beiden im Zünd OT, der Andere ist im Ladungswechsel OT. Zur Bestimmung, welcher Zylinder nun Zünd OT hat, habe ich folgende Lösung: Kann man AL 2 messen, also AL 2 geschlossen (Nocke zeigt nach oben), befindet man sich im Zünd OT Zylinder 1.
Kann man AL 3 messen, befindet man sich im Zünd OT Zylinder 4.

Nachdem ich nun alles gemessen hatte, ergaben sich folgende Werte:

Ventilspiel (in mm) Auslass: [1: 0,12] [2: 0,11] [3: 0,13] [4: 0,12] --> habe ich so gelassen. Auslassnockenwelle habe ich nicht ausgebaut. Weiß daher auch die aktuellen Shims nicht.

Ventilspiel (in mm)(Shim in hundertstel) Einlass: [1: 0,00 (260)] [2: 0,00 (265)] [3: 0,07 (260)] [4: 0,00(245)]
Da musste ich dringend was tun. Also Shims besorgt, und wieder gemessen:

Ventilspiel (in mm)(Shim in hundertstel) Einlass: [1: 0,17 (245)] [2: 0,15 (250)] [3: 0,17 (250)] [4: 0,16(220)]

Ich verstehe Einlass vier nicht so ganz, nachdem ich 25/100 kleineren Shim eingebaut hatte, war das Spiel bei 16/100. Heißt das, mein Ventil war im Zündungstakt 9/100 offen?

Alles wieder zusammengebaut und, siehe da, Maschine direkt angesprungen und läuft supi. Einzige wahrnehmbare Veränderung: Ich kann das Tickern der Nockenwelle auf die Tassenstößel hören. Ist nicht laut, aber man hört es definitiv.

Fotostrecke:
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Gruß Nick

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #31 von Hans-Dieter » Freitag 2. Juni 2017, 14:37

Sehr schön Nick, hast es also doch gepackt {[]} .

Die Auslässe sind thermisch am meisten belastet und da hätte ich das Spiel auch gleich korrigiert. Zumal du nach oben genügen Luft hast. So musst Du in 8-10 000 Km wieder ran.

Es sei denn du spielst Risiko und fährst wieder 15-20 TKM ohne Kontrolle. Beim Auslass kann das ins Auge gegen.
Viele Grüße
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #32 von Hans-Dieter » Freitag 2. Juni 2017, 14:40

Sehr schön Nick, hast es also doch gepackt {[]} .

Die Auslässe sind thermisch am meisten belastet und da hätte ich das Spiel auch gleich korrigiert. Zumal du nach oben genügen Luft hast. So musst Du in 8-10 000 Km wieder ran.

Es sei denn du spielst Risiko und fährst wieder 15-20 TKM ohne Kontrolle. Beim Auslass kann das ins Auge gegen. :wink:
Viele Grüße
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #33 von Z-master » Freitag 2. Juni 2017, 14:47

Top! Ist immer wieder gut zu hören dass die ganzen Tipps hier doch zu Erfolgen führen!
zu deinem Einlassventil Nummer 4- wenn du das defintiv korrekt gemessen hast stimmt deine Schlussfolgerung- dein Ventil stand offen und du hast SCHWEINISCH Glück gehabt dass das noch nicht durchgebrannt ist! 0,09 im Minus deutet darauf hin dass das schon länger so war!
allerdings habe ich die Erfahrung gemacht dass ich das Ventilspiel nach dem Zusammenbau so gut wie garn icht messen konnte - total verfälschte Werte habe ich herausbekommen da sich an allen Ecken das Öl vom Zusammenbau gestaut hat! Deswegen hatte ich ja auch ein Jahr lang einen 0,22er Auslass :mrgreen: :mrgreen:
ich würde an deiner Stelle in 500-1000km nochmal nachkontrllieren - vor allem da dein Ventilspiel ja komplett weg war!! dann hast du gewissheit dass sich nichts "gesetzt" hat! Aber bis Krumbach hast du Vielfahrer das eh schon durch, dann wissen wir mehr :mrgreen:

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #34 von Z-master » Freitag 2. Juni 2017, 14:48

P.S.: die SLS-Klappen würden eine schonende Reinigung in Petroleum gut vertragen ;)
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #35 von Hans-Dieter » Freitag 2. Juni 2017, 15:58

Ich nochmals....
260er Shims in einem Motor mit 100 Tkm :shock:
Das sind Werte fast ab Werk :!:

Hast du das mit einer Mikrometer Schraube gemessen?

Würde mich für dich freuen. Habe bei einem Motor mit 24oookm km 225 er verbauen müssen.
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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #36 von Mr Nick » Freitag 2. Juni 2017, 17:07

Hey Leute,

@H.D. wir haben die Shims mit einem Digitalmessschieber kontrolliert und mit einer Bügelmessschraube gegengeprüft.

Mein Plan ist diese Saison ca. 10tkm zu fahren. Da ich jetzt, die Vorgehensweise weiß, werde ich kommenden Winter bei mir in Esslingen das Ventilspiel nochmal kontrollieren.

Die SLS-Klappen habe ich Vor einbau noch gereinigt. Aber nur mit einem trockenen Tuch. Petroleum? Ist Diesel nicht fast das selbe?

Gruß

Nick

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Re: 750er, Ventilspiel vermessen und einstellen

Beitrag #37 von Hans-Dieter » Freitag 2. Juni 2017, 17:25

@ nick guter Plan! Da bist du absolut safe {[]}
Viele Grüße
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