Das geheimnisvolle Geräusch

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Tommes
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Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #1 von Tommes » Sonntag 19. März 2017, 15:33

Hallo Freunde,

nein…diesmal keine Rassel-, Klapper,- Schleif- oder sonstigen Kawatypischen Geräusche…

alsooo…seit ich meine Kleine 550er hab, gibt’s hin und wieder dieses Geräusch. Auf meiner Herbsttour gab es das regelmässig. Nun wollte ich hier doch mal nach eurer Meinung fragen…aber erstmal nur theoretisch, denn die Kleine ist halb zerlegt. Frühjahrsrevision…neuer Kettensatz, Antriebsruckdämpfer, verschiedene Gummiteile, Ventilspiel…und ggf. mehr?

jetzt aber…das ominöse Geräusch klingt wie ein Summer, ein elektrischer Türöffner. Etwas höherfrequenter vielleicht. Deshalb fiel mein erster Verdacht auf die Hupe, weils eben so klingt als würde die nicht richtig anziehen und nur so vor sich hinsummen. Als ich es damals das erste Mal wahrnahm, schob ich es auf eine feuchte Umgebung, weil es scheinbar nur bei Niesel u.ä. auftrat. Vielleicht dringt ja die Feuchtigkeit komisch in die Hupe ein? Später war es allerdings nur mal sporadisch und wetterunabhängig. hab das dann auch nicht mehr weiterverfolgt.

die Herbsttour brachte jetzt neue Erkentnisse. Das Geräusch kam sehr oft. Da habe ich mal einen Kontakt der Hupe abgezogen…kein Erfolg. Nun habe ich jetzt nicht die große Ahnung von Fahrzeugelektrik (bei mir geht’s erst mit 230V AC los :D )…hätte ich beide Kontakte abziehen müssen um die Hupe auszuschliessen?

Jetzt aber die beste, weil fast immer reproduzierbare Feststellung: Meine Fahrweise ist ja eher ruhig und nicht dauerhochtourig…manchmal juckt es aber doch in der Hand und ich ziehe sie im 3. oder 4. eine Weile über 7000 hoch. Da hört man allerdings nur Motor und noch mehr Wind. Aber jetzt kommts: beim abtouren und langsamer werden und damit weniger Umgebungsgeräuschen ist dieses geheimnisvolle Geräusch plötzlich da. Also höre ich genau hin, woher es kommen könnte. Aber kurz vorm Stillstand (vielleicht 15km/h) ist es plötzlich weg…die Intensität bleibt auch unverändert…
Nun meine Theorien: Neben der Hupe dachte ich noch an den Kopf…ein Druckproblem mit undichten Ventilen vielleicht? Schaftdichtungen? Als ich vor 3 Jahren mal in die Auslässe geguckt hab war nur bei Zylinder 1 alles glänzend schwarz. kann es da nen Zusammenhang geben? Hab da mal ein Bild.

tja...jetzt hoffe ich auf eure kreativen Ideen :idea:
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701KM
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #2 von 701KM » Sonntag 19. März 2017, 20:57

hast du ein spätes modell mit sekundärluftsystem? (quasi schläuche auf dem ventildeckel?)

gruß
amir
für mich ist jeder mensch ein arschloch, solange er mich nicht vom gegenteil überzeugt

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Tommes
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #3 von Tommes » Montag 20. März 2017, 06:40

Moin,

die Kleine ist Baujahr 1994...kein Sekundärluftsystem, keine Vergaserheizung oder sonstige Spielereien.
Zumindest auch vom Tankdeckel sollten keine Geräusche kommen, da ich die Membran längst entfernt hab.
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #4 von Gustel » Montag 20. März 2017, 07:32

Schau mal nach dem Tacho- bzw- Drehzahlmesserbecher, die geben auch ab und zu mal solche Geräusche ab
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Z-master
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #5 von Z-master » Montag 20. März 2017, 20:45

ein Stecker der in der Lampenmaske vibriert??
kannst du das Geräusch denn mal einem Ursprungsort zuweisen?? Drehzahlabhängig??
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Bernd-Hamburg
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #6 von Bernd-Hamburg » Montag 20. März 2017, 20:49

Die Kunststoffabdeckung vom Zündschloß vibriert auch manchmal ganz lustig :)

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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #7 von Tommes » Dienstag 21. März 2017, 07:17

Die Intensität ist immer gleich, völlig unabhänging von Drehzahl und Geschwindigkeit...wie ich schon schrieb ist das Geräusch kurz vorm Stillstand plötzlich weg...wie abgeschaltet. Deswegen ist auch die Ortung so schwierig...kommt aber auf jedenfall aus der "Motorgegend". Da würde ich die vorgeschlagenen Vibrationen ausschliessen. Irgendwie würde ich trotzdem weiter die Hupe favorisieren...das Hupen funktioniert aber trotzdem ganz normal.

Ja, es ist blöd, das ich das jetzt nicht testen kann... :(
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #8 von BigBlock » Dienstag 21. März 2017, 17:39

Ich tippe wie meine Vorredner auf was mechanisches. Irgendwas scheuert oder berührt sich und das gibt die Geräusche bei einer gewissen Frequenz. Ich meine, wir hatten mal einen Fall da waren die Krümmermuttern am Motor etwas lose..., irgendwas gaaaanz banales. :idea:
Gruß Holger
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #9 von zephyrreiner » Dienstag 21. März 2017, 18:44

Bei meiner 11er waren es die Innenrohre der Krümmer, die waren abgerissen!!! :mrgreen:
Mit einem Gummihammer an die Krümmer schlagen, klingelt es.... :mrgreen:
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jetzt Suzuki GSX 1300 R ..... :mrgreen:
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #10 von Tommes » Dienstag 28. März 2017, 07:13

Moin,

nein, nein, nein...lockere Schrauben oder Krümmerbleche und dergleichen kann ich ausschliessen. Das Geräusch war vor der Totalzerlegung 2014 auch schon da. Gerade auch nach den Krümmermuttern guck ich regelmässig.
Da wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben als nach dem Zusammenbau wieder auf Suche zu gehen. Mein Gedanke war eben der, dass wenn ich jetzt schon einiges abhabe und auch nach dem Ventilspiel sehe, vielleicht noch den Kopf runtermache um dort einer möglichen Ursache auf die Spur zu kommen...oder ist das mit Kanonen auf Spatzen schiessen? Davon abgesehen hätte ich schon Interesse mir mal den Zustand näher anzusehen...siehe Bild oben.
Muss beim Kopfabbau auch die Zylinderfussdichtung erneuert werden?

Einen schönen Tag Euch allen
Thomas
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #11 von Tommes » Mittwoch 5. April 2017, 11:52

Hallo Leute,

ich mach jetzt mal hier weiter, denn ich habe die letzten Tage geschraubt und neue Erkenntnisse. Ob es mit dem geheimnisvollen Geräusch zusammenhängt wird sich zeigen...ich zähle weiter auf eure Meinungen.

Ich habe die Auspuffanlage abgenommen und dabei sind die folgenden Bilder entstanden die wohl nicht erklärungsbedürftig sind. Es war drinnen auch alles ölfeucht. Der Ölverbrauch ist trotzdem weiterhin relativ gering.
Das Bild oben in meinem ersten Post entstand vor 3 Jahren mit 15000km weniger. Heute habe ich 61000 drauf. Vor ca. 12000 km hatte ich die Ventile eingestellt auf das obere Ende der Toleranz. Gestern hatte ich wieder gemessen und festgestellt, das sich die Werte im Grunde nicht verändert haben...bis auf einen...Auslass Zylinder 1. Das Spiel hat sich von 0,24 auf 0,26 vergrössert!?!

Was kann da los sein? Schaftdichtung? Ventilführung? Ventil? lahme Federn? Wurde dort vielleicht durch irgendein zu grosses Spiel zwischen den Bauteilen das Geräusch erzeugt? Ventilflattern?
So wies aussieht, komme ich wohl um die Kopfdemontage nicht herum...
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #12 von zephyrreiner » Mittwoch 5. April 2017, 12:29

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So sah mein Kopf aus....Kohlebergwerk :shock:
Gruss Zephyrreinerder keine 11er mehr hat!!
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #13 von W650 » Donnerstag 6. April 2017, 08:53

Du hast ja auch 2 Zündkerzen, das kann nicht gut gehen :mrgreen:

genug Spökes, wir sind noch auf der ersten Seite :wink:
Ja Zyl.1 hat ein Problem. Da gibt es leider keine kleine Lösung für.
Ventilführung/Ventil messen, ich würde den Kopf runter nehmen.
Oder einen neuen reinhängen, und den alten Moter in Ruhe Obduzieren/Überholen.
Gruß Martin
ZR550 Wartungsbeauftragter:)

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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #14 von Hans-Dieter » Donnerstag 6. April 2017, 18:34

Dat is ne 550er, die hat nur 1 Kerze pro Zylinder.

Also vor einer Demontage messe die Kompression. Das gibt dir sicherlich mehr Hinweise auf dxen Zustand des Zylinders, Kolben Ventilaufbau.
ob 0,26 oder 0,25 das macht den Bock wahrlich nicht fett.

Woher ist die ganze Ölkohle kommt, oder ob da ggf eine defekt Zündkerze ihren Unfug treibt und mal zündet oder nicht kannste einfach feststellen.

Wenn es sich um eine solche massive Kohleablagerung handelt, müsste die Kompression gigantisch sein. Ggf ist das komische Geräusch das s.g Klingeln, weil sich das Gemisch selbst entzündet.
Ist das der Fall muss der kopf runter. Dazu würde ich den Motor ausbauen. So plagst Du dich nicht mit der Enge im Rahmen herum, und auf die 4 Schrauben kommt es auch nicht mehr an :mrgreen:
Viele Grüße
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #15 von Tommes » Donnerstag 6. April 2017, 21:29

Schönen Guten Abend,

ich werde am Wochenende den Kopf abbauen...alles andere bringt ja nichts.
Trotzdem...Theorie...wegen dem Ventilspiel hatte ich mich eben gewundert, weil alles unverändert bzw. minimal weniger geworden ist, aber eben nur besagter Auslass sich vergrösserte.
Die Kompression hatte ich letztes Jahr mal gecheckt und keine Auffälligkeiten festgestellt. Nach den Kerzen guck ich öfters mal...Magerphobie :roll: ...keine Auffälligkeiten.
Somit scheint wohl im Brennraum erstmal kein "grösseres" Problem zu sein.
Beschleunigungsklingeln hab ich wohl, das geheimnisvolle Geräusch ist aber was völlig anderes.
Die schwarze Pest hat wohl "nur" den Auslasstrakt befallen...ergo liegt Ventil/führung/schaftdichtung/feder nahe.

Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt und hab da auch echt Bock drauf zu ergründen was die Welt im innersten zusammen hält :D :D :D
Das fällt mir auch deswegen relativ leicht weil ich seit 2 Wochen eine Hebebühne hab...jippie... und natürlich noch ein fahrbereites Motorrad...genau für solche Fälle. Hab also keinen Zeitdruck {[]}
Den Motor wollte ich eigentlich drin lassen...ma sehn...hab nur Schiss, das die Zylinderschrauben Probleme machen. Vorgestern hab ich die vorsorglich schonmal mit WD40 geduscht.

ich werde weiter berichten wenn ihr wollt.
Gute Nacht
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #16 von Hans-Dieter » Donnerstag 6. April 2017, 21:34

Super du hast die richtigen Voraussetzungen geschaffen {[]}
Viele Grüße
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #17 von W650 » Freitag 7. April 2017, 07:39

Natürlich weiterberichten !!
Schöne Werkstatt {[]}
Gruß Martin
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #18 von Tommes » Samstag 13. Mai 2017, 09:16

Moin...da bin ich mal wieder mit den neuesten Erkentnissen,

Kopf und Zylinder sind ab. Die Demontage hat, zumindest was feste Schrauben angeht, keine Probleme gemacht. Womit ich allerdings niemals gerechnet hätte, waren Sandhaufen an allen Stehbolzen (siehe Bild)...so schnell konnte ich gar nicht reagieren und den Sauger in Anschlag bringen...das eine oder andere Sandkorn hat leider den Weg nach unten gefunden. Bin dann erstmal ausgerastet :twisted: :twisted: :twisted:

Naja...der Kopf war wie zu erwarten ein Kohlebergwerk. Die Auslassventile sind ganz schön undicht...innerhalb von wenigen Minuten war der Kopf leergelaufen. Davon abgesehen gibt es, zumindest meiner bescheidenen Erfahrung nach, bei allen Komponenten keine Besonderheiten. Keine Beschädigungen, alles sieht gleich gut aus, die Dinge die ich mit Messschieber und Bügelmessschraube messen konnte waren alle relativ gleichmässig locker innerhalb der Toleranzen, nichts war grenzwertig. Ich gehe deshalb davon aus, das alles passt und normaler Benutzung und Verschleiss entspricht.

Was ich allerdings auch ziemlich krass fand, waren die Kohleablagerungen auf allen Einlassventilen (siehe Bild). Ist das normal? Woher kommt das? Vergaserproblem? Was mir jetzt auch mal in den Sinn kam: das geheimnissvolle Geräusch könnte vllt auch von flatternden Gasschiebern herrühren...meine sind in der Tat recht abgenutzt.

Zur Verzweiflung bringt mich ebenfalls die Entfernung der letzten Reste der Fussdichtung...das ist vielleicht eine verd...e Sch...e :twisted:

schönes Wochenende Euch allen
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #19 von Bernd-Hamburg » Samstag 13. Mai 2017, 12:37

Nur mal ein Gedanke ... sind die Ventilschaftdichtungen und Kolbenringe ok ?
Das schaut mir sehr nach Ölkohle aus.

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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #20 von Hans-Dieter » Samstag 13. Mai 2017, 12:37

saubere Arbeit {[]}

Ölkohle kann viele Ursachen haben. Eine oft vergessene sind die alten über 20 Jahre alten Ventilschaftdichtungen. Andere leeren ja auch gerne 2 Taktöl in einen 4 Zylinder und sagen Voodoo, denken aber nicht daran, dass das Öl ja nicht rückstandsfrei verbrennt. :mrgreen:

Schau Dir doch bitte mal die Kolbenringe des 1ten Zylinders an. Ölabstreifringe in Ordnung?

Das Moped mal auf der Langstrecke bewegt, so dass sie richtig heiß wird, in den Dolomiten die Pässe rauf und runter, wirkt Wunder. Unsere Maschinen sind nach einer solchen Tour immer besser als vorher gelaufen.

Interessant wäre es den Zylinderkopf zu strahlen und 1/10 planen zu lassen. Optimal wäre es wenn dann die Brennräume noch ausgelitert würden. So erreicht man eine gleichmäßige Verbrennung und weichen Motorlauf. Wenn schon dabei einfach die Zylinder mal durch honen zu lassen und dann alles wieder schön zusammen bauen. Dann hast Du lange Freude an dem Moped.

Ach ja zu den Vergaserschiebern, ich sehe immer mehr eingelaufen Schieber. Ist
einfach auch dem weichen Alu geschuldet. Die ZRXen z Bsp haben beschichtete Schieber, einfach um den Verschleiß zu mindern.
Viele Grüße
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #21 von Tommes » Samstag 13. Mai 2017, 13:51

Was ich oben schrieb zum Zustand aller Bauteile schliesst auch die Kolbenringe mit ein...alles in Ordnung...der besagte Zylinder 1 macht da keine Ausnahme. Die Schaftdichtungen wollte ich sowieso ersetzen. Für die Demontage der Ventilfedersitze allerdings mussten die sowieso raus und wurden dabei zerstört...neue sind also zwingend.

Zylinder und Kolben hatte mein Vorbesitzer bei 30000 gegen fast neuwertige getauscht als er die Maschiene kaufte. Der Kopf allerdings wurde nicht angerührt.
Im rechten Ansaugstutzen fehlte ausserdem der O-Ring zum Zylinder...war aber trotzdem dicht.

Auf jeden Fall habe ich jetzt schon eine beachtliche Ersatzteilliste...müsste ich mich langsam mal ans bestellen machen. Ich mache aber nur das was ich auch selber machen kann...also Kopf planen, auslittern, hohnen und Übermaß hebe ich mir für die 130000er Revision auf :D :D :D

Und Langstrecken mach ich jedes Jahr auf meiner Herbsttour...da ziehe ich den ganzen Tag schon auch mal ordentlich am Horn :D
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #22 von Hans-Dieter » Samstag 13. Mai 2017, 15:31

Na dann alles richtig gemacht {[]}
Viele Grüße
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch ist wohl weg...

Beitrag #23 von Tommes » Mittwoch 8. November 2017, 07:35

Guten Morgen liebe Freunde...

...es ist soweit...die Kleine ist wieder back on track und rennt wie Sau. Aus verschiedenen Gründen, unter anderem Unlust, hat sich die Operation bis jetzt hingezogen...daher musste ich meine diesjährige Herbsttour gegen die Tradition leider mit der Honda machen...die mehrPS waren aber letztendlich auf der Glocknerstraße doch ganz gut.

Also die Zephyr...das Geräusch ist nach ersten Beobachtungen bzw. Anhörungen wohl weg...nach dem Motto "aufschrauben, zuschrauben, geht wieder"
Auf jeden Fall war das eine interessante Erfahrung...ist ja auch keine Raketentechnik

Wie schon geschrieben waren alle Bauteile soweit ok und gleichmässig. Nur halt Kohle, welche ich mehr oder weniger erfolgreich abbauen konnte. Nach dem Ventile einschleifen waren diese wie zu erwarten schön dicht. Neue Schaftdichtungen waren obligatorisch. Die Steuerkettenschienen hab ich auch gleich gewechselt, denn die vordere, welche so komisch verdreht in den Zylinder gebaut wird ist mir beim ausbauen zerbrochen...nach 23 jahren kann das schon mal passieren.
Etwas Sorge hatte ich die Kolben wieder einzufädeln, weil ich nichts hatte um die Ringe zusammenzudrücken. Die Sorge war unbegründet, denn innerhalb von 15min hatte ich es allein ohne Hilfe geschafft...so eine Hebebühne ist schon toll.
Ich hatte versucht, die Ventile auf der Werkbank einzustellen...aber das stellte sich als nicht sehr erfolgreich heraus...einige Shims hatte ich so umsonst bestellt...naja, irgendwann brauch ich sie mal.

Irgendwann war dann alles eingestellt und die erste Probefahrt erfolgreich absolviert und nochmal nach dem Ventilspiel geschaut, alles gut. Die neue Antriebskette ist ja schon seit Monaten drauf. Bin auch froh das alle Dichtungen dicht sind. Kompression ist auf allen Zylindern ca. 12 bar. Scheint zu passen. Trotzdem ist der Leerlauf nicht zufriedenstellend...ich traue dem Vergaser nicht mehr...aber das wird wieder ein anderes Thema.

Und der extrem verkohlte Auslass 1 könnte ggf. ein Seitenständerproblem sein...was meint Ihr? So extrem vielleicht in Verbindung mit den alten Schaftdichtungen?

So...jetzt auf Arbeit
Einen schönen Tag und schöne Grüße aus Dresden
Thomas
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #24 von Z-master » Mittwoch 8. November 2017, 17:56

letzteres: könnte sein, aber dann müsste die Schaftdichtung richtig hinüber sein dass es da im Stand durchläuft :shock:
einfach beobachten - ansosnten die üblichen verdächtigen prüfen.

Vergaser: hast du synchronisiert - Ventile einnschleifen und anderes Spiel verändert die Druckverhältnisse doch etwas ;)

Grüße
Grüße aus Oberbayern

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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #25 von Tommes » Donnerstag 9. November 2017, 07:30

Moin,

Vergaser hab ich natürlich syncronisiert...ging im Prinzip auch erstaunlich gut. Das war vor der Reparatur nicht so. Trotzdem ist der Leerlauf/Standgas nicht sehr stabil. Alle Düsen und Bohrungen sind frei, Membranen ok. Allerdings hatte ich weiter oben mal ein Bild der Schieber gepostet, die extrem abgenutzt sind...vielleicht sind die eben bei niedrigen Drehzahlen kippelig in ihrer Führung und bei höheren Drehzahlen liegen sie durch den stärkeren Luftstrom besser/ stabiler an? Leistung stimmt jedenfalls...

Schönen Tag wünscht
Thomas
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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #26 von Z-master » Donnerstag 9. November 2017, 18:54

wenn du Falschluft ausschließen kannst würde ich letzteres in Betracht ziehen! ausgenudelte Schieber mchen sich im Leerlauf schon bemerkbar!
Grüße aus Oberbayern

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Re: Das geheimnisvolle Geräusch

Beitrag #27 von Tommes » Samstag 18. November 2017, 21:05

Schönen guten Abend,

das Geräusch ist wieder da...und dieses Mal konnte ich es lokalisieren. Dank eines Hinweises der hier im März schon mal gepostet wurde...
Es ist tatsächlich der Tacho...ich kann mir allerdings nicht vorstellen, was dortdrin ein derart seltsames Geräusch verursacht. Naja...werde ich wohl nächstes Jahr mal reingucken. Aktuell steht die Honda zur Bremseninstandsetzung auf der Bühne...fester Schwimmsattel, verrostete Gleitstifte, Leitungen und Bohrungen mit viel siffigem Schleim zugesetzt...ekelhaft...erstaunlich, das nichts schlimmes passiert ist :shock:

schönes WE euch allen
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